Marburgs Zukunft ökologisch und sozial gestalten: Grüne nominieren Nadine Bernshausen als Kandidatin für das Amt der Marburger Oberbürgermeisterin





Für die am 14. März anstehende Neuwahl der Marburger Stadtspitze haben der Parteivorstand und die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen in Marburg sowie der Vorstand der Grünen Jugend Marburg am 09.10.2020 einstimmig beschlossen, die 41-jährige Richterin und Kreistagsabgeordnete Nadine Bernshausen als Kandidatin für das Amt der Oberbürgermeisterin aufzustellen. Ende Oktober wird die Mitgliederversammlung über den Vorschlag entscheiden. Nadine Bernshausen wäre in der 800-jährigen Stadtgeschichte die erste Frau an der Spitze der Universitätsstadt.

Nadine Bernshausen wurde in Marburg geboren und wuchs in Bad Endbach auf. Nach ihrem Abitur an der Europaschule in Gladenbach studierte sie in Marburg Rechtswissenschaften. Seit 13 Jahren ist sie Richterin, zunächst in Gießen, dann in Frankenberg und seit 2008 am Amtsgericht in Marburg. Zuletzt war sie Vorsitzende des Schöffengerichts in Strafsachen und zuständig für die Vernehmung von Kindern und Jugendlichen in Missbrauchsverfahren. Seit vielen Jahren engagiert sich Nadine Bernshausen kommunalpolitisch in der Stadt Marburg und im Landkreis Marburg-Biedenkopf. Momentan ist sie Kreistagsabgeordnete und stellvertretende Kreistagsvorsitzende. Daneben ist sie vielfältig ehrenamtlich aktiv. In der evangelischen Kirche war sie u.a. viele Jahre im Kirchenvorstand der Elisabethkirche. Derzeit ist sie Präses des Evangelischen Kirchenkreises Marburg und Mitglied der Synode der Evangelischen Kirche Deutschland (EKD) und untermauert damit ihr gesellschafts- und kirchenpolitisches Engagement. Seit vielen Jahren arbeitet sie im Vorstand des Marburger Weltladens und im Verein „Vielfalt Marburg e.V.“ mit. Nadine Bernshausen ist verheiratet, hat drei Kinder und wohnt im Marburger Stadtteil Richtsberg. 

Für den Sprecher der Marburger Grünen, Christian Schmidt, ist Nadine Bernshausen die richtige Wahl: „Nadine Bernshausen ist eine engagierte und glaubwürdige Kandidatin. Sie vereint all das in sich, was für das Amt der Oberbürgermeisterin notwendig ist. Sie steht für ökologische und soziale Politik, weiß, dass die Corona-Krise und die Klima-Krise gemeinsam angegangen werden müssen. Sie will die Zukunft gestalten, statt die Gegenwart nur zu verwalten. Nadine Bernshausen hat in Politik und Verwaltung umfängliche Erfahrung gesammelt, ihre Kompetenz und Entschlossenheit wird allseits geschätzt. Ihr Herz schlägt für Marburg. Diesen Rhythmus wollen wir ins Rathaus bringen.“

Für Elke Neuwohner und Dietmar Göttling, Fraktionsvorsitzende der Marburger Grünen, steht fest, dass Nadine Bernshausen die richtige Oberbürgermeisterin für Marburg ist. Sie bringt sowohl feste grüne Überzeugungen als auch die persönlichen Eigenschaften dafür mit, Stadtoberhaupt für alle Marburgerinnen und Marburger zu sein: “Wir brauchen endlich eine effektive und glaubwürdige Klimapolitik. Wir möchten aber auch eine Stadtspitze, die zwischen den verschiedenen Ansichten und Meinungen der Bürgerinnen und Bürger vermitteln kann, die verlässlich und glaubhaft ist und der die Entwicklung dieser Stadt und eine gute Zukunft aller hier lebenden und arbeitenden Menschen am Herzen liegt.“

Für die Grüne Jugend Marburg ist Nadine Bernshausen die richtige Kandidatin zur richtigen Zeit: “Nadine geht auf die Menschen zu. Sie sieht wie wir, dass Gleichstellung, Antirassismus, Hilfe für Geflüchtete und eine gerechtere Welt auch in der kommunalen Politik einen großen Stellenwert haben und umgesetzt werden müssen. Wir freuen uns, zusammen mit Nadine für progressive Politik und für ein klimagerechteres und sozialeres Marburg zu kämpfen,” so die Sprecherinnen Katharina Rink und Lena Frewer. 

Gemeinsam mit der Stadtfraktion und dem Stadtvorstand der Grünen will die Grüne Jugend den Wahlkampf von Nadine Bernshausen für das Amt der Oberbürgermeisterin mit allen Kräften und auf allen Ebenen unterstützen, damit endlich eine kompetente Frau die Belange dieser Stadt in die Hand nimmt.

Nadine Bernshausen freut sich über die außerordentlich große Zustimmung innerhalb und auch außerhalb der Grünen, die sie bereits im Vorfeld erfahren hat. “In zahlreichen Gesprächen mit Menschen aus ganz verschiedenen Bereichen und mit sehr unterschiedlichen politischen Orientierungen wurde ich in meiner Entscheidung bestärkt, mich um das Amt der Oberbürgermeisterin zu bewerben. Als Oberbürgermeisterin werde ich eine Initiative „Zukunft Marburg“ ins Leben rufen, in der in einem offenen und transparenten Prozess aus Wissenschaft, Forschung, Kultur, Gesundheit und Sozialpolitik eine neue integrierte Vision für Marburg im 21. Jahrhundert geschaffen wird. Es ist an der Zeit, den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gemeinsam mit allen Bevölkerungsgruppen, Vereinen und Institutionen zu begegnen. In den nächsten Monaten werde ich alles dafür tun, um in ganz Marburg und unabhängig von Parteigrenzen um Zustimmung für eine neue Vision „Zukunft Marburg“ zu werben. Denn machen wir uns nichts vor: Die durch die Corona-Pandemie ausgelösten ökonomischen und gesellschaftlichen Verwerfungen und die Herausforderungen der Klimakrise erfordern neues Denken und einen anderen Politikstil!“

Am 14. März 2021 stehen sowohl die Kommunalwahlen (Stadtverordnetenversammlung, Kreistagswahl) als auch die Wahl zur Oberbürgermeisterin an. Nadine Bernshausen will den Wechsel der Stadtspitze mit einem Neuanfang verbinden: “Als Oberbürgermeisterin möchte ich Vertrauen schaffen, das Gespräch suchen und klar aufzeigen, dass der politische Wechsel auch von einem neuen Miteinander geprägt sein soll. In den letzten Jahren war eine Verschärfung des politischen Umgangstons auch hier in Marburg deutlich spürbar. Hierunter leiden unsere Vereine, Initiativen, Institutionen und politischen Gremien. Eine Stadt ist doch vor allem eine Gemeinschaft! Ich möchte gemeinsam mit den Menschen in Marburg eine Stadt der Zukunft und eine Stadt mit Zukunft mutig gestalten – mit allen zusammen.“ Nach der Nominierung durch die Stadtmitglieder der Grünen will Nadine Bernshausen viel in den Stadtteilen und der Kernstadt unterwegs sein und mit großer Freude in den Wahlkampf starten. “Wesentliche Aufgaben sehe ich darin, Kinder und Familien stärker zu unterstützen, wieder aktiver Wohnungspolitik zu gestalten, die zahlreichen Verkehrsprobleme endlich anzupacken, die Stadtteile deutlicher in den Fokus zu nehmen und Marburg als einen Ort des Sports, der kulturellen Vielfalt und der Weltoffenheit weiter zu entwickeln. Unter einem ganzheitlichen und nachhaltigen Politikstil verstehe ich, dem Klimawandel in allen möglichen Bereichen zu begegnen, für soziale Gerechtigkeit und Bildungsgerechtigkeit sowie ein Mehr an Demokratie einzustehen.” 

Die Grünen sind seit den letzten überregionalen Wahlen (Landtagswahl Oktober 2018, Europawahl Mai 2019) in der Universitätsstadt deutlich die stärkste Kraft. Bei der Landtagswahl lagen sie mit einem Ergebnis auf Stadtebene von 26,5 % deutlich vor der CDU (20,8 %), der SPD (19,5 %) und den Linken (14,4 %). Nun ist es das Ziel, an diesen Wahlerfolg anzuknüpfen und die Wählerinnen und Wähler bei der Kommunalwahl und bei der Wahl zur Oberbürgermeisterin von der besseren Alternative zu überzeugen: “Die Menschen in unserer Stadt fühlen es und wissen: Es muss sich vieles ändern und wir müssen vieles verändern. Ich will die Person sein, die entschlossen voran geht, der die Menschen ihr Vertrauen schenken und daher freue mich auf große Unterstützung!”, so Bernshausen.

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