Marburgs Zukunft sozial, ökologisch und finanziell verantwortungsvoll gestalten
Gemeinsame Pressemitteilung von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Stadtverband Marburg und der GRÜNEN JUGEND Marburg-Biedenkopf
Marburg, 29. Oktober 2026. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN schlagen die amtierende Bürgermeisterin Nadine Bernshausen als Kandidatin für das Amt der Marburger Oberbürgermeisterin vor. Am 6. Juni 2027 entscheiden die Marburgerinnen und Marburger, wer künftig an der Spitze ihrer Stadt stehen wird.
Der Stadtvorstand von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Marburg und der Vorstand der GRÜNEN JUGEND Marburg-Biedenkopf haben am 27. Oktober 2026 einstimmig beschlossen, Nadine Bernshausen für die Kandidatur vorzuschlagen. Am morgigen Dienstag, 3. November, wird die Stadtmitgliederversammlung über den Vorschlag entscheiden. Mit Nadine Bernshausen könnte erstmals in der über 800-jährigen Geschichte Marburgs eine Frau an die Spitze der Universitätsstadt gewählt werden.
Nadine Bernshausen erklärt:
„Ich freue mich sehr über die Nominierung und das große Vertrauen. Bei der letzten Oberbürgermeisterwahl haben viele Menschen gemeinsam zu unserem sehr guten Ergebnis beigetragen. Jetzt treten wir an, um gemeinsam zu gewinnen.
Ich möchte Marburg als soziales und kulturelles Herz Hessens bewahren und unsere Stadt fit für die Zukunft machen. Dazu gehören gute Bildung und verlässliche Kinderbetreuung, ein lebendiges Vereinsleben, eine starke Freiwillige Feuerwehr und eine Stadt, in der Menschen jeden Alters gut und selbstbestimmt leben können. Barrierefreiheit, Inklusion und gesellschaftliche Teilhabe sind dafür ebenso wichtig wie wirksamer Klimaschutz, eine starke Wirtschaft mit Universität, Handel und Handwerk sowie eine saubere und sichere Stadt.
Damit wir auch in Zukunft gestalten und investieren können, müssen wir unsere Finanzen wieder in Ordnung bringen, transparent machen und klare Prioritäten setzen. Denn nur mit soliden Finanzen können wir Marburg langfristig gestalten und unsere Stadt handlungsfähig halten.“
Elisabeth Lindner, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Marburg-Biedenkopf, begrüßt den Vorschlag:
„Nadine Bernshausen ist für uns die richtige Kandidatin. Sie steht für Feminismus, soziale Gerechtigkeit und konsequenten Klimaschutz. Sie hört zu, nimmt die Anliegen der Menschen ernst und setzt sich für eine Stadt ein, in der alle eine Zukunft haben. Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit ihr für ein klimagerechtes, vielfältiges und sozial gerechtes Marburg zu werben.“
Der Stadtvorstandssprecher Friedhelm Nonne betont:
„Marburg steht vor großen Herausforderungen. Dafür braucht es an der Stadtspitze Erfahrung, Kompetenz und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Nadine Bernshausen kennt unsere Stadt und ihre Verwaltung, sie bringt politische Erfahrung, klare Überzeugungen und ein ausgeprägtes soziales Gespür mit. Sie kann Menschen zusammenbringen und auch schwierige Entscheidungen treffen.“
Max Walz, Co-Vorsitzender der grünen Stadtverordnetenfraktion, hebt hervor:
„Gute und verlässliche Kinderbetreuung und faire Bildungschancen für alle Kinder und Jugendlichen stehen bei Nadine Bernshausen ganz oben auf der Agenda. Sie weiß, wie wichtig starke soziale Strukturen für den Zusammenhalt unserer Stadt sind. Investitionen in Kinder und Jugendliche sind Investitionen in Marburgs Zukunft.“
Zur Person: Nadine Bernshausen
Nadine Bernshausen wurde 1979 in Marburg geboren, wuchs in Bad Endbach auf und besuchte die Europaschule in Gladenbach. Nach dem Abitur studierte sie Rechtswissenschaften an der Philipps-Universität Marburg und absolvierte ihr Referendariat unter anderem in Marburg, Gießen, Frankfurt und Berlin.
Nach dem zweiten juristischen Staatsexamen wurde sie Richterin. Sie war zunächst in Gießen, anschließend in Frankenberg und ab 2008 am Amtsgericht Marburg tätig. Dort war sie zuletzt unter anderem Vorsitzende des Schöffengerichts in Strafsachen und mit der Vernehmung von Kindern und Jugendlichen in Missbrauchsverfahren betraut.
Seit vielen Jahren engagiert sich Bernshausen kommunalpolitisch in Marburg und im Landkreis Marburg-Biedenkopf. Sie war viele Jahre stellvertretende Kreistagsvorsitzende. Bei der Oberbürgermeisterwahl 2021 unterlag sie dem amtierenden Oberbürgermeister in der Stichwahl nur knapp. Nach der Kommunalwahl 2021 wurde sie Vorsitzende der grünen Stadtverordnetenfraktion.
2022 wurde sie zur Bürgermeisterin der Universitätsstadt Marburg gewählt. Als Dezernentin war und ist sie unter anderem für Kinderbetreuung, Schulen, Kinder- und Jugendhilfe, Klimaschutz, Gleichstellung, Volkshochschule, Stadtbücherei und Straßenverkehr zuständig. Sie ist außerdem Aufsichtsratsvorsitzende der Marburger Stadtwerke und weiterhin Mitglied des Kreistags Marburg-Biedenkopf.
Auch ehrenamtlich ist Bernshausen seit vielen Jahren aktiv. Sie engagierte sich unter anderem im Kirchenvorstand der Elisabethkirche und ist heute Präses des Evangelischen Kirchenkreises Marburg sowie Mitglied der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Viele Jahre arbeitete sie im Vorstand des Marburger Weltladens mit. Außerdem ist sie Vorsitzende des Vereins Vielfalt Marburg e.V..
Nadine Bernshausen ist verheiratet, hat drei Kinder und lebt mit ihrer Familie im Marburger Stadtteil Richtsberg. In ihrer Freizeit geht sie gerne ins Theater und ins Kino, besucht Sportveranstaltungen und liebt Musik unterschiedlichster Stilrichtungen – von den Kirchenliedern Paul Gerhardts und Mozart über Guns N’ Roses, Bruce Springsteen und Rosenstolz bis zu Billie Eilish und Nina Chuba. Und natürlich gehören auch viele alte und neue Kinderlieder zum Familienalltag.